Wir als Jusos Coesfeld sprechen uns für die Regulierung von Cannabis aus.
Wie sieht die von uns geforderte Regulierung aus?
Der deutsche Staat gibt jährlich 70% der zuverfügungstehenden Mittel für öffentliche Sicherheit und Ordnung im Zusammenhang mit illegalisierten Drogen für die Repression aus. Lediglich 30% dieser Mittel fließen in die Prävention. Die aktuelle Drogenpolitik erhofft sich durch die repressiven Maßnahmen auch gleichzeitig einen präventiven, beziehungsweise einen abschreckenden Effekt. Doch in Bezug auf diese Ansicht muss man sich nur die aktuellen Statistiken vor Augen führen. In Holland, wo der Cannabiskonsum seit 1976 geduldet ist, kiffen lediglich 5,3% der Jungendlichen, obwohl Cannabis geduldet ist und zur Verfügung steht. In Deutschland hingegen konsumieren mehr als 7,6% aller Jugendlichen Cannabis (EMCDDA).
Somit greift die derzeitige Repression in keinster Weise, da Cannabis trotz alldem durch alle Gesellschaftsschichten hinweg konsumiert wird.
Deshalb fordern wir die Regulierung, um die kriminellen Strukturen, welche sich durch die Kriminalisierung entwickelt haben und entstanden sind, brach zu legen und dies geschieht durch den lizenzierten Verkauf von Cannabis, durch geschulte Mitarbeiter*innen in den Abgabestellen, welche dort auch direkt dem Präventionsauftrag vor Ort nachkommen. Außerdem reduziert der Verkauf die Ausgaben für die repressiven Ausgaben. Dieses Geld soll wiederum in die Prävention und die Suchthilfearbeit investiert werden, um weiterhin Aufklärung zu betreiben. Desweiteren können die Mehreinnahmen der Steuern, welche auf das Cannabis erhoben werden , ebenfalls in Präventionsarbeit investiert werden. Hinzu kommt, dass die Regulierung den Verwaltungsorgan entlastet wie auch die Polizei, welche nun nicht mehr ein Katz und Maus Spiel mit den Konsumenten*innen und Dealern spielen müssen. Auch wird durch die Regulierung die Reinheit der Inhaltsstoffe sichergestellt und dem Konsumenten*innen aufgezeigt, ähnlich wie beim Alkohol. Dadurch werden die Konsumenten*innen geschützt und es kommt nicht zu gesundheitlichen Schäden durch Streckmittel wie es derzeit der Fall ist. Ebenfalls eröffnet die Cannabis Regulierung einen ganz neuen Wirtschaftszweig und schafft somit eine Vielzahl an neuen Arbeitsplätzen, welche derzeit den Dealern und Kriminellen überlassen wird. Die neuen Arbeitnehmer*innen zahlen ebenfalls Steuern, welche dem Staate zu gute kommen. Auch das Thema Führerschein in diesem Zusammenhang bleibt oft aus. Hier muss im Zuge der Regulierung ein aktiver THC Grenzwert im Blut festgelegt werden, ab welchem man wieder fahrtauglich ist, um vorzubeugen, dass Autofahrer*innen der Führerschein entzogen wird, ohne das eine Drogenfahrt stattgefunden hat oder aktives THC im Blut oder im Urin war.
Alles in allem fordern wir eine Cannabis Regulierung, welche einen Schulterschluss mit der Prävention schlägt, um die Konsumenten*innen zu schützen, eine bessere Aufklärung zu betreiben und die kriminellen Strukturen in die Schranken zu weißen.

Wahlkampfkampagne

Heute hat Ulli uns seine Wahlkampfkampagne in Dülmen vorgestellt mit dem besonderen Fokus auf den Tür-zu-Tür Wahlkampf….

Posted by Jusos Coesfeld on Mittwoch, 5. Juli 2017

Welche Alternativen gibt es zur Repression in der Drogenpolitik?

Eine Alternative zur Repression wäre die Legalisierung von Cannabis.
Diese bestünde in der staatlich kontrollierten Produktion und Vergabe von dieser Substanz.
Vorteile wären zum Beispiel die Kontrolle der Inhaltsstoffe oder die ausschließliche Vergabe an Volljährige Konsumenten. Der Staat würde so nicht nur Geld sparen sondern auch durch Steuern seine Einnahmen erhöhen. Des Weiteren könnte man ähnlich wie bei Zigaretten mit Schockbildern die Konsumenten abschrecken. Auch die Suchtbehandlung würde durch eine Legalisierung profitieren da Abhängige keine Strafverfolgung fürchten müssen und sich so eher an Hilfsstellen wie die AWO wenden würden. Länder wie die Niederlande haben bereits Gras legalisiert

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Wir Jusos waren heute zu Besuch in der Tagespflege „Oasien“ in Billerbeck. Dieser Ort ist für pflegebedürftige Gäste eine wahre Oase. 🙂
Wir konnten einen Einblick in den üblichen Tagesablauf gewinnen, die wohnliche Atmosphäre auf uns wirken lassen und haben uns intensiv mit dem Geschäftsführer und einer Pflegekraft unterhalten.
Wie betont familiär und wie sehr die Einrichtung wirklich auf das Wohl ihrer 15 täglichen Gäste schaut, hat uns sehr beeindruckt. Neuerdings kann das seit 5 Jahren bestehende Haus auch eine Ausbildungsstelle anbieten.
Für uns Jusos ganz wichtig: Der Beruf als ausgebildete Pflegekraft muss weiter gefördert, und gesellschaftlich anerkannt sein! Wer hier gut ausgebildet ist, braucht sich in den nächsten 20 Jahren um einen Arbeitsplatz wohl keine Sorgen zu machen, Pflegekräfte sind gefragter denn je!
Und auch die Tagespflege Oasien sucht nach Azubis. Bei Interesse: www.oasien.com

(nwo)